Brüder des deutschen Ordens

Herr Prior: P. Christian Stuefer
Erzherzog-Eugen-Straße 1
39011 Lana

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Wirkungsbereich

Durch die Gemeinschaft für den Menschen da sein - Die Brüder und der Konvent in Lana
Seit der Gründung des Deutschen Ordens 1190 im Heiligen Land als Hospitalgemeinschaft war und ist es das Ziel der Ordensgemeinschaft für den Nächsten da zu sein. Die Brüder binden sich mit einem Gelübde der gottgeweihten ehelosen Keuschheit, der evangelischen Armut und des Gehorsams an den Orden.

„Den Mittelpunkt der Ordensgemeinschaft bildet der Konvent. Dort sollen das Gemeinschaftsleben und das kulturelle Ordenserbe besonders gepflegt werden“, heißt es in der Ordensregel, die das Leitprogramm für das gemeinsame Leben darstellt. Regel und Konvent gehen auf den Erneuerer des Ordens P. Peter Rigler zurück, der nach dem Niedergang des Ordens, in Folge der napoleonischen Aufhebung, 1855 mit Hilfe des Hoch- und Deutschmeisters Erzherzog Maximilian Joseph von Österreich-Este in Lana den ersten Priesterkonvent ins Leben gerufen und die wie Weltpriester lebenden Priesterbrüder wieder in Gemeinschaft vereint hat.

Die Ausgliederung aus der „normalen“ Welt verschafft dem Ordensmann Raum und Freiheit, sich mehr dem Religiösen, dem Geistlichen und dem Studium zu widmen. Das gemeinsame Gebet, dreimal täglich in der Hauskapelle, sowie die Kommunität sind tragende Säulen des Ordenslebens. Beides findet der Ordensmann im Kloster. Hier versammelt sich das Provinzkapitel, hier werden die Novizen ausgebildet und hierher kehren die Brüder nach ihrer Abberufung von den verschiedenen Ordenseinrichtungen zurück. Das Haus ist Sitz des Priors, des Amtsträgers der Ordensprovinz, und beherbergt auch einen Gästetrakt, die Provinzökonomie, das Provinz- und Konventsarchiv, die Bibliothek und die Kanzlei der Pfarre Lana.

Die Niederlassung des Ordens in der Singerstraße in Wien wurde um 1204/06 gegründet und war die Landkommende des Ordens in Österreich. Von hier aus wurden die inkorporierten Pfarren verwaltet sowie mehrere weitere Einrichtungen des Ordens. Heute sind Priester des Ordens in Pfarrverbänden in Gumpoldskirchen, Palterndorf und Spannberg tätig sowie in der Elisabethkirche im Deutschordenshaus. Hier befindet sich hier der Sitz des Hochmeisters, das Generalat des Ordens mit Schatzkammer, Archiv und einem Gästehaus. Das Schloss Gumpoldskirchen südlich von Mödling wurde 1241 von Herzog Friedrich II. samt Pfarre dem Deutschen Orden geschenkt, im 14./15. Jahrhundert zum Schloss ausgebaut und 1924 bis zur Aufhebung durch die Nationalsozialisten 1938 als Priesterkonvent für Österreich geführt. Nach dem Krieg führten es Ordensschwestern als Altersheim; jetzt ist es als Gäste- und Tagungshaus verpachtet.

Die über 20 Priester-Brüder der Provinz arbeiten vorwiegend als Seelsorger in den Pfarreien, die zum Großteil seit Jahrhunderten dem Orden inkorporiert sind, andere wiederum wurden dem Orden erst in jüngster Zeit anvertraut.

Aber nicht nur in der Pfarrseelsorge leisten die Priester Dienst am Mitmenschen, sie sind auch in der Jugendarbeit, im Bildungsbereich und in der Kranken- und Seniorenbetreuung tätig. An der ältesten Südtiroler Niederlassung des Deutschen Ordens, in Bozen, werden das MARIANUM DEUTSCHHAUS Studentenheim mit der Kirche St. Georg in der Landkommende Weggenstein, das ST. GEORG Schülerheim und das PETER RIGLER Studentenheim.